Hörenswert: Interview mit Paul Jorion (Deutschlandfunk)

Der Deutschlandfunk hat Anfang Mai ein halbstündiges Interview mit Paul Jorion veröffentlicht. Darin wird “die zerstörerische Wirkung des Geldes” diskutiert. Zur Sprache kommen darin u.a. die Themen Geldverteilung in der Gesellschaft, Kredit, Zins, Stockoptions für Manager, Bankerboni und die Ideen von Keynes, speziell der Welthandelswährung Bancor. Paul Jorion ist Wirtschaftskolumnist der französischen Tageszeitung “Le Monde” und unterhält ein Blog auf französisch und auf englisch.

10. Jul 2010   Posted in: Bankenwesen, Geldsystem, Wirtschaftskrise, Wirtschaftsordnung  No Comments

Kurz verlinkt: Artikel in ZEIT-ONLINE zur Geldschöpfung

Der Artikel zur Geldschöpfung durch private Geschäftsbanken ist einer der meistgelesenen Artikel in diesem Blog. Jetzt hat DIE ZEIT nachgezogen und auch einen sehr lesenwerten Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. ;-)

28. Jun 2010   Posted in: Bankenwesen, Geldsystem, Wirtschaftskrise  No Comments

Entsorgung und Recycling von alten Fahrrädern in München

Da mein Fahrrad vor kurzem per Rahmenbruch aus dem rollenden Leben schied, stellte sich die Frage, wie man solch ein Fahrradwrack in München entsorgt. Natürlich fielen mir die Münchner Wertstoffhöfe ein, aber ein Freund wies mich auf eine bessere Variante hin. Am Ostbahnhof München gibt es den Dynamo Fahrradservice Biss e.V., der als gemeinnütziger Verein auch die kostenlose Entsorgung bzw. das kostenlose Recycling von alten Fahrrädern anbietet. Alle Fahrräder außer absoluten Rosthaufen werden vom Dynamo Fahrradservice angenommen und zerlegt. Aus den noch zu verwendenden Teilen werden wieder neue Fahrräder aufgebaut; der Rest wird der umweltgerechten Entsorgung zugeführt. Was ist der Dynamo Fahrradservice Biss e.V.? Ich zitiere der Einfachheit halber von der Webseite: “Dynamo Fahrradservice Biss e.V. ist ein anerkannter gemeinnütziger Verein, der die Förderung der sozialen, beruflichen und allgemeinen Bildung von benachteiligten und von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen zum Ziel hat. Zu diesem Zweck führt der Verein einen sozialen Betrieb im zweiten Arbeitsmarkt mit Fahr­radladen und Recyclingwerkstatt. Dynamo Fahrradservice bietet 22 Arbeitsplätze für ehemals langzeitarbeitslose Menschen, die sich als Fahrradmechaniker, Lagerverwalter und Bürokraft quali­fizieren.”

Der Laden in der Haager Straße 11 ist Dienstag bis Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr und von 14.00 bis 18.30 Uhr geöffnet.

26. Jun 2010   Posted in: München  No Comments

Why we fight (Eugene Jarecki)

Aus meiner Sicht sind die zwei bedeutendsten Geißeln der Menschheit, die der Mensch selbst zu lösen imstande wäre, die Ungleichverteilung der Ressourcen dieser Erde und der Krieg. Diese beiden Geißeln scheinen mir im Gegensatz zu solchen Dingen wie unheilbaren Krankheiten zu stehen, deren Lösung nicht allein in des Menschen Hand liegt, da zum Beispiel zur Heilung von Krebs wohl auch noch wissenschaftliches Glück vonnöten ist. Nicht so bei Krieg. Wenn sich Menschen und Völker der Erde wie auch immer morgen zur Bannung von kriegerischen Auseinandersetzungen entschlössen, dann wäre Krieg morgen Geschichte.

Momentan hat in Deutschland eine Äußerung des deutschen Bundespräsidenten Wellen geschlagen, die impliziert, dass wirtschaftliche Interessen einen militärischen Einsatz begründen können. Eigentlich ist vielen spätestens seit “no blood for oil” klar, dass Kriege auch (oder vor allem?) aus wirtschaftlichen Interessen begonnen werden. Jedoch ist in Deutschland eine “neue Stufe der Vergangenheitsbewältigung” erreicht, wenn das deutsche Staatsoberhaupt dies offen ausspricht und sich damit den gesetzlichen Vorschriften des deutschen Grundgesetzes entgegenstellt. Inzwischen ist schon recht viel über die Aussage von Horst Köhler im Blätter- und Digitalwald diskutiert worden, so dass ich an dieser Stelle nur noch auf einen sehenswerten Film verlinken möchte, der genau diesen Kontext “Krieg/Wirtschaft” thematisiert. Es handelt sich um den Film “Why we fight” aus dem Jahr 2005 von Eugene Jarecki. Jareckis Film thematisiert vor allem den militärisch-industriell-kongressionellen Komplex der USA und seinen ungeheuerlichen Einfluss auf die Innen- und Außenpolitik dieses Staates. Interessanterweise stammt der Begriff des militärisch-industriellen Komplexes von einem Militär, nämlich von Präsident und Ex-General Eisenhower, der in seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 ausdrücklich vor den Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes in den USA warnte. Wer den Film im englischen Original ansehen möchte, klickt hier. Sonst gibt es unten die deutschsprachige Version von Arte. Jarecki erhielt für den Film sowohl einen Preis beim Sundance Film Festival als auch den Adolf-Grimme-Preis.

27. May 2010   Posted in: Afghanistan, Filme, Korporatokratie, Krieg, USA  One Comment

Investieren Sie bitte in den Suffbond, in den Alkbond und in den Kotzbond!

Wie kam es zur Wirtschafts- und Finanzkrise? Einfach erklärt in Form eines 14-seitigen Cartoons (pdf). Auch Harald Martenstein hatte dieses Geschichtlein Ende 2008 schon aufgegriffen.

23. May 2010   Posted in: Wirtschaftskrise  No Comments

Gelesen in: Interview der taz mit Thomas Jorberg (Vorstand der GLS Gemeinschaftsbank)

“Gewinnmaximierung ist betriebswirtschaftlicher Unsinn. Wirtschaft ist dazu da, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Nur wenn ich das gut mache, kommt am Ende Gewinn dabei raus.”

Das Interview der taz mit dem Vorstandsmitglied der GLS Gemeinschaftsbank sei hier empfohlen. Es enthält einige interessante Gedanken zum nachhaltigen, menschlichen Wirtschaften und zeigt auf, dass Idealisten auch erfolgreich sein können.

23. May 2010   Posted in: Bankenwesen, Geldsystem, Wirtschaftskrise, Wirtschaftsordnung, Zitate, Aphorismen, Geschichten & Lyrik  No Comments

Interessanter Gedanke zum Lobbyismus von Herrn Häkelschwein

Das Häkelschwein hat einen interessanten Gedanken zum Lobbyismus vorgebracht:

Bleibt nur die Frage, ob das den verdeckten Lobbyismus wirklich stoppte?

7. May 2010   Posted in: Korporatokratie, Lobbyismus  One Comment