Schwarzspecht an der Hackerbrücke

Am Montag, 08. Sep. 2014, 14 Uhr an der Hackerbrücke, München sollte sich wieder einmal die Vogelbeobachterregel “Man wird immer wieder überrascht” bewahrheiten. Ich ging an der Ecke Grasserstraße/Arnulfstraße an den Bürogebäuden entlang, vor denen einige Bäume und Büsche stehen. Plötzlich klatschte von oben kommend, dicht am Gebäude, ein größerer Vogel auf die Lichtschachtgitter. Musste wohl eine Straßentaube sein, dachte ich, denn davon gibt es in der Gegend mehr als genug. Beim näheren Hinsehen entpuppte sich der große Vogel jedoch als Schwarzspecht, wohl ein Jungvogel. Er flog einen der Bäume an, kletterte ein bisschen nach oben und hing ängstlich am Stamm. Noch nie hatte ich einen Schwarzspecht zu Gesicht bekommen. Damit willkommen Art Nr. 218 meiner Europaliste. Die charakteristischen Rufe hatte ich schon öfter im Perlacher Forst gehört, jedoch war es mir nie gelungen, einen zu sehen. Die Hackerbrücke liegt ungefähr in der Mitte zwischen Nymphenburger Schlosspark und Englischem Garten. Ich nehme an, dass sich der Schwarzspecht aus einem dieser Parks herausgewagt hat.

September 9, 2014 · admin · No Comments
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Vogel des Jahres im Garten

Heute morgen verkündete das Lachen aus dem Apfelbaum Nummer 53 der Gartenliste. Ein Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, hielt wohl eine kurze Rast zwischen seinen Ameisenmahlzeiten, machte sich aber gleich an den Löchern des alten Baums zu schaffen.

Juli 19, 2014 · admin · No Comments
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Vogelfreundliche Buschhecke

Buschhecke

Der November war Pflanzzeit im Garten. Neben der Abholzung einer potthäßlichen, verkahlten Thujahecke und Ersatz durch eine Hainbuchenhecke, stand auf ca. 10 Metern die Neuanlage einer gemischten Buschhecke an. Bei der Auswahl der Pflanzensorten für die Buschhecke waren die Kriterien “vogelfreundliche Beerensträucher” und “keine Giftpflanzen” maßgeblich. Letztendlich wurden es dann die folgenden Strauchsorten: Feuerdorn (Pyracantha Red Column), Sanddorn (Hippophae rhamnoides Leikora), Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris), Eberesche/Vogelbeere (Sorbus aucuparia), Kornelkirsche (Cornus mas), Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis), Schlehdorn (Prunus spinosa) und Schwarzer Holunder (Sambucus nigra). Mit dem Versandhändler pflanzmich.de, bei dem ich die Ware bestellte, war ich zufrieden. Als Pflanzabstand habe ich 40-50 cm gewählt, was mir ehrlich gesagt recht eng vorkam, aber in zahlreichen Gartenforen als ideal angesehen wurde. Ich bin gespannt wie sich die Hecke im Frühjahr entwickelt.

Dezember 12, 2013 · Totontli · No Comments
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Zugvogelboost in der Gartenliste

Die herbstliche Zeit des Vogelzuges hat mir noch zwei neue Arten in den Garten gespült und meine Gartenliste auf 52 ansteigen lassen. Zur Apfelernte am 3. Oktober machte ein Tannenhäher kurz halt in Nachbars Zwetschgenbaum. Fast hätte ich ihn im Gegenlicht als Eichelhäher abgetan, da diese Anfang Oktober mit Eichel im Schnabel im Fünfminutentakt das Haus überflogen. Schließlich gab es Ende Oktober noch kurz ein umherturnendes Sommergoldhähnchen im Apfelbaum zu bewundern.
Mögen Spätherbst und Winter weitere Überraschungen bringen! Vielleicht noch einen Tannenhäher, diesmal in der Killer-Edition…?

November 5, 2013 · Totontli · No Comments
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Igel statt Eagle

Igelburg

Statt Vogelitos einmal Säugetiercontent: Da sich der Herbst mit großen Schritten nähert, wurde es Zeit, eine Igelburg im Garten aufzustellen. Man kann zwar auch fertige Igelhäuser kaufen, aber das ist ja nur halb so lustig und mit ca. 50 Euro auch nicht gerade geschenkt. Ich habe mich grob von dieser Anleitung und diesem Video inspirieren lassen und das entsprechende Material im Baumarkt besorgt. Das sind 24 Tonziegel zu je 50 Cent und eine 50x50cm Wegeplatte für 3,50 Euro; macht zusammen 15,50 und ist damit viel billiger als die Bestellvariante. Leider habe ich noch keine 60×60 Wegeplatte gefunden damit das Dach komplett mit der Außenmauer abschließt, aber vielleicht behelfe ich mir mit einer entsprechenden 60×60 cm Holzplatte und lege dann zum beschweren die 50x50cm Wegeplatte darauf. Das Igelhaus wird demnächst noch mit Stroh befüllt und dann noch nach und nach mit Laub und anfallendem Gartenverschnitt bedeckt. Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass jemand an der neuen Immobilie Gefallen findet.

September 13, 2013 · Totontli · One Comment
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Erst kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu

Die Geschichte des frustrierten, brutwilligen Feldsperlingspaars will noch zu Ende erzählt werden. Letzte Woche an einem jener Morgen, an dem das Pärchen sich wieder am Nistkasten einfand und ihre Bruthoffnung zum x-ten mal aufkeimen ließ, kam noch ganz anderer Besuch. Als ob der trommelwütige Buntspecht die beiden noch nicht genug genervt hätte, musste auch noch ein hungriges Sperberweibchen im Garten einfliegen und sich aus der Schar der ebenfalls präsenten Grünfinken, Kohl- und Blaumeisen ausgerechnet einen der beiden Feldsperlinge greifen. Das Ganze ging nach guter Sperbermanier rasend schnell, schon zuckte der Sperling in den Fängen des Greifvogels dahin, wurde gerupft (siehe Foto) und gleich noch im Garten verfrühstückt.

Bemerkenswert war dabei der Warnlärm aller Singvögel, die in der Nähe waren. Während der knapp 10 Minuten in denen Frau Sperber den Sperling am Boden fraß, bildete sich die Alarmglocke, wie sie so passend im Buch von Ralph Müller beschrieben wird. Besonders hervor getan haben sich beim Warnschauspiel die Blaumeisen. Während Amseln und Kohlmeisen in größerer Entfernung vom Sperber ihre Laute abgaben, hatten die Blaumeisen null Schiss vor dem Greif, setzten sich etwa einen Meter von ihm in den Busch und schimpften volles Rohr auf ihn ein. Das ist schon witzig, dass die Kleinsten die Mutigsten sind.

Tja, das ist das für die Feldsperlinge etwas traurige Ende vom Lied, wobei ich eben heute morgen wieder zwei Feldsperlinge am Nistkasten sah, so dass die Hoffnung auf eine Brut noch nicht komplett erloschen ist. Immerhin ziehen die Feldsperling zwei oder drei Jahrenbruten durch. Der trommelwütige Buntspecht tauchte in den letzten Tagen auch seltener auf als zuvor; vielleicht ist sein Reviermarkierungsbedarf langsam gedeckt oder ihn stresst langsam der eigene Nachwuchs.

Mai 25, 2013 · Totontli · One Comment
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Mai-Randale im Garten

Letztes Jahr im Oktober hatte ich spekuliert, ob die an jenem warmen Herbsttag so nistkastenbegeisterten Feldsperlinge im Frühjahr dann auch dort brüten werden. Passend zu diesen Überlegungen trug sich dieses Jahr seit Mitte April ein unterhaltsames Täglich-grüßt-das-Murmeltier-Happening im Garten zu. Dies lief folgendermaßen ab: Ein brutwilliges Feldsperlingspaar flattert motiviert um den Nistkasten herum, setzt sich auf dessen Dach, abwechselnd wird in den Nistkasten geschaut, immer wieder mal reingekrochen, GV im Baum, Nistmaterial wird eingebracht, …aber dann kommt die Brut- und Nistbremse: in Gestalt eines reviergeilen Buntspechtmännchens. Dieser fliegt das Nistkasteneinflugloch zielstrebig an, klammert sich daran fest, verscheucht so das Feldsperlingspaar und dann gibt es mindestens fünf Minuten Trommelwirbel voll auf die Zwölf des Nistkastens. Klar, wenn ich Buntspecht wäre, würde ich das auch genießen. Nichts geht über einen ordentlich hohlen Resonanzkörper: der Garant für das erfolgreiche Trommelerlebnis. Die Feldsperlinge haben noch ab und an versucht, den Kampf mit dem Buntspecht aufzunehmen, sind ihn kurz angeflogen, aber der Specht braucht nur einmal den langen Schnabel zu schwenken und schon kuschen sie. Der Größenvorteil ist einfach nicht wegzudiskutieren. Ich bin beeindruckt, wie lange es die Feldsperlinge an dem Kasten versucht haben, ihre Brut einzurichten. Wochenlang umlagerten sie den Nistkasten, um immer wieder vom Specht gestört zu werden. Das ist ja ungefähr so als zöge man als Mensch in eine Wohnung, von der man weiß, dass in einem seiner Zimmer die nächsten Monate Arbeiten mit dem Presslufthammer durchgeführt werden. Ist der Nistplatzmarkt für Feldsperlinge im Kreis München echt so ausgetrocknet?

Das beschriebene Schauspiel lief so bis Mitte letzter Woche als sich noch etwas anderes im Garten ereignete, dass die Bruthoffnung der Sperlinge nachhaltig minderte, aber dazu in einem anderen Post später mehr. Der perkussionsorientierte Buntspecht kommt übrigens auch schon mal früh um sechs an den Kasten zum Trommeln. Einen besseren Wecker gibt’s nicht.

Mai 22, 2013 · Totontli · One Comment
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Seidenschwanzwinter

Am 07.03.2013 traf mich das bisherige Gartenbirding-Highlight 2013. Als ich beim Frühstück noch verschlafen aus dem Fenster schaute, sah ich das hier:

Seidenschwanz-Antenne_07_03_2013

Bohemian Waxwing / Seidenschwanz / Ampelis europeo / Jaseur boréal · Bombycilla garrulus

07. März 2013 · Neubiberg / Bayern / Deutschland

Canon PowerShot S95 durch Swarovski ATM 80 HD + Okular 25-50x W · Digiscoping frei Hand · F/2 · 1/1250 sec · ISO 320

Ungefähr 100 Seidenschwänze hatten sich auf Nachbars Antenne und den umliegenden Leitungen niedergelassen. Immer wieder flog der ganze Schwarm kurz auf, drehte ein paar Runden und ließ sich wieder auf der Antenne nieder. Hätte nur noch gefehlt, dass ein Kranich vorbeikommt und sowas hier abzieht. Tatsächlich hatte ich mir ja letzten September gewünscht, dass es im Winter mal Seidenschwänze im Garten zu bewundern geben sollte. Dass das dann noch so prima klappt… Da sage ich: Danke!

Nachdem ich den Schwarm ausgiebig per Spektiv vom Balkon aus beobachtet und fotografiert hatte und den charakteristischen Klingelsound (mp3) der Vögel angehört hatte, war es endlich Zeit (verspätet) zur S-Bahn zu fahren. Doch mit der schnellen Arbeitsaufnahme war es an dem Tag nichts. Kaum auf dem Fahrrad, hörte ich schon wieder das Klingeln. In einer Fichte rasteten die Burschen, putzten sich und legten eine gesellige Pause ein. Also noch einmal heim, Kamera holen, weiter knipsen und … noch eine S-Bahn verpassen.

Seidenschwanz-Fichte_07_03_2013k


Bohemian Waxwing / Seidenschwanz / Ampelis europeo / Jaseur boréal · Bombycilla garrulus

07. März 2013 · Neubiberg / Bayern / Deutschland

Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 250 mm · F/6,3 · 1/1250 sec · ISO 400

Im Winter 2012/13 fand der größte Seidenschwanzeinflug seit 2005 nach Bayern statt. So waren während des Winters im Nymphenburger Schlosspark in München teilweise tausende Seidenschwänze zu beobachten. Und bei der vom LBV veranstalteten Vogelzählung “Stunde der Wintervögel” belegte diese eigentlich sehr selten zu beobachtende Art sogar Platz 20 der häufigsten Vögel. Im Sommer brütet der Seidenschwanz in Nordskandinavien und in der Taiga. In Deutschland ist dieser Vogel ausschließlich im Winter zu sehen.

Weitere Seidenschwanzberichte aus Bayern gibt es bei Hofbauer-Birding und im Flatterland.

März 11, 2013 · Totontli · 3 Comments
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Ausstellung Wildlife Fotografien des Jahres 2012

Photoausstellung

Nur noch bis zum 3. März 2013 gibt es im Museum Mensch und Natur in München die Ausstellung “Wildlife Fotografien des Jahres 2012″ zu bewundern. Ich habe sie mir letzten Sonntag angesehen und war begeistert. Die Ausstellung befindet sich in einem abgedunkelten, in schwarz gehaltenem Raum, in dem die Fotos beleuchtet werden und dadurch besonders gut zur Geltung kommen. Auch bei der Betextung der Fotos wurde das richtige Maß gefunden. Man muss sich nicht durch ellenlange Texte quälen, von denen man dann sowieso nur jene der ersten fünf betrachteten Fotos liest, nein, die Texte unter den Fotos sind angenehm kurz. Stets wird kurz beschrieben wie das Foto entstanden ist, darauf folgen wenige Sätze zum dargestellten Motiv und warum es besonders ist. Für die Fototechnikinteressierten sind auch die Daten (Ausrüstung, Blende, Verschlusszeit etc.) der Aufnahme aufgeführt. Somit ist die Präsentation der Fotos aus meiner Sicht sehr gelungen.

Wer es nicht mehr in die Ausstellung schafft, kann sich einen Eindruck auf der entsprechenden Website des Wettbewerbs verschaffen; dies ist allerdings nur ein schwacher Ersatz für den Besuch der Ausstellung.

Februar 26, 2013 · Totontli · No Comments
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Zigarettenkippen in Vogelnestern

Eine Studie der UNAM aus Mexiko-Stadt zeigt, dass die dortigen Hausgimpel und Haussperlinge vermehrt Zigarettenstummel in ihre Nester einbauen. Damit schlagen sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen sind die zellulosebasierten Zigarettenfilter ein gut isolierendes Polstermaterial. Zum anderen – und das ist der Clou an dieser Studie – wirkt das in der Kippe befindliche Nikotin als Abwehrmittel gegen Insekten und Parasiten. Dies ist nicht verwunderlich, denn durch das Nikotin schützt sich auch die Tabakpflanze gegen Schädlinge. Auf DradioWissen kann man hierzu eine fünfminütige Sendung anhören.

Januar 31, 2013 · Totontli · No Comments
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