Foto des Tages VII: Rotmilan im Unterallgäu

Für mich ist er der Schönste der Greifvögel, die man in Deutschland relativ einfach und häufig sehen kann: Der Rotmilan (Milvus milvus). Er ist zum einen relativ farbenfroh. Der Kopf wirkt silbrig, manchmal fast weiß, die Schwanzoberseite ist rötlichbraun, auf der Unterseite der Flügel befinden sich große helle Felder, die mit den dunkel gefärbten, langfingrigen Handschwingen kontrastieren. Zum anderen wirkt der Vogel im Flug durch seine schlanken, langen Flügel ausgesprochen elegant, wozu noch der sich im Flug ständig drehende Schwanz beiträgt. Dieser ist auch tief gekerbt, was dem Rotmilan den Beinamen „Gabelweihe“ einbrachte. Das Interessante am Rotmilan im Vergleich zum nah verwandten Schwarzmilan ist seine räumlich wesentlich begrenztere Verbreitung. Während der Schwarzmilan in Europa bis Ostasien, Afrika und Australien vorkommt, findet sich der Rotmilan lediglich in Mittel-, West- und Südwesteuropa. Dabei kommt Deutschland eine besondere Rolle zu, denn hierzulande brüten mit Abstand die meisten Rotmilanpaare weltweit. Ungefähr von Oktober bis Februar überwintern die meisten Rotmilane vor allem auf der iberischen Halbinsel.

Rotmilan_29_04_2012


Red Kite / Rotmilan / Milano real / Milan royal · Milvus milvus

29. April 2012 · Bad Wörishofen / Bayern / Deutschland

Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 300 mm · F/8 · 1/800 sec · ISO 200

Mai 6, 2012 · Totontli · No Comments
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