Zugvogelboost in der Gartenliste

Die herbstliche Zeit des Vogelzuges hat mir noch zwei neue Arten in den Garten gespült und meine Gartenliste auf 52 ansteigen lassen. Zur Apfelernte am 3. Oktober machte ein Tannenhäher kurz halt in Nachbars Zwetschgenbaum. Fast hätte ich ihn im Gegenlicht als Eichelhäher abgetan, da diese Anfang Oktober mit Eichel im Schnabel im Fünfminutentakt das Haus überflogen. Schließlich gab es Ende Oktober noch kurz ein umherturnendes Sommergoldhähnchen im Apfelbaum zu bewundern.
Mögen Spätherbst und Winter weitere Überraschungen bringen! Vielleicht noch einen Tannenhäher, diesmal in der Killer-Edition…?

November 5, 2013 · Totontli · No Comments
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Schwarzstörche über Neubiberg

Manchmal hat man einfach Glück. Ich war am 24.08.12 nicht einmal auf Vogelbeobachtungstour sondern nur im Garten. Plötzlich flog da eine Gruppe von sieben großen Vögeln über mir. Von der Silhouette war klar: Störche oder Kraniche. Das war im diffusen Gegenlicht zunächst nicht leicht auszumachen. Die Vögel waren völlig stumm; das sprach schon einmal gegen die Kraniche, die immer recht geräuschvoll unterwegs sind. Außerdem ist es für den Kranichzug eigentlich auch noch zu früh. Störche also. Nur… sie kamen mir so anders vor als die gewohnten Weißstörche. Schnell ins Wohnzimmer gehechtet und das Fernglas gegriffen, dann sah ich es: Das sind Schwarzstörche!

Der Schwarzstorch galt einst bereits als ausgestorben, konnte sich aber inzwischen wieder als heimischer Brutvogel etablieren. In der Wikipedia ist die Rede davon, dass 2005 in Deutschland mindestens 500 bis 530 Paare brüteten, während die Zahl der Brutpaare Anfang der 1970er Jahre noch unter 50 lag. Im Gegensatz zum viel bekannteren Weißstorch, der sich durch auffällige Brut auf Hausdächern, Kaminen und Kränen hervortut, lebt der Schwarzstorch scheu und zurückgezogen im Wald. Deshalb wurde und wird er auch mit dem Beinamen „Waldstorch“ versehen. Solch einen Vogel überhaupt zu sehen, ist etwas besonderes. Eine Gruppe von sieben Schwarzstörchen über den eigenen Garten ziehen zu sehen: das vergisst man nie.

Wer sich einen Film über die Schwarzstörche in Deutschland ansehen möchte, dem sei der wunderbare „Im Wald der schwarzen Störche“ von Hans-Jürgen Zimmermann empfohlen.

Das Foto stammt nicht vom 24.08.12 aus Neubiberg (für den Griff zur Kamera hat die Zeit leider nicht gereicht) sondern von B.Walker aus der Fotocommunity.

August 25, 2012 · Totontli · No Comments
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Zug der Kiebitze

Am 6. März 2011 gab es im Kreis Unterallgäu auf den Wiesen und Feldern zwischen Bad Wörishofen, Stockheim, Frankenhofen und Schlingen ein Schauspiel der besonderen Art zu bestaunen: sehr große Kiebitz-Schwärme. Eine grobe Abschätzung meinerseits ergab eine Individuenzahl um 800. Die Kiebitze befinden sich zur Zeit des Spätwinters (Ende Februar / Anfang März) auf dem Zug nach Osten und Norden. Man kann annehmen, dass diese Tiere höchstwahrscheinlich aus Richtung Frankreich und Spanien wieder nach Deutschland zurückkehren. Trotz eisigem Ostwind und trübem Wetter fanden sich Vogelbeobachter und Fotografen aus umliegenden Landkreisen ein, um die vielen Kiebitze zu bewundern. Ich habe spontan mit der Kamera ein Video aufgenommen; zugegebenermaßen keine tolle Aufnahme, sie gibt aber einen Eindruck davon, wieviele Kiebitze zu sehen waren. Dabei zeigt das Video nur einen kleinen Ausschnitt des Schwarms. Hoffentlich kann ich die Kiebitze bald bei ihren eindrucksvollen Balzflügen beobachten.

März 9, 2011 · Totontli · No Comments
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