Samtenten am Starnberger See

Traumwetter am 27.11.2011 am Starnberger See. Strahlender Sonnenschein, 10°C und windstill. Über VIB und ornitho.de wurden Samtenten, Prachttaucher, Sterntaucher und ein Eistaucher gemeldet. Den Letztgenannten konnte ich leider nicht sehen, die anderen jedoch schon. Per Digiskoping konnte ich den folgenden Film von zwei der insgesamt am See zu beobachtenden elf Samtenten drehen. Durch die große Distanz lohnt sich der Klick auf den Film aber nur, wenn man einen großen Bildschirm hat und das Youtube-Video auf HD stellt.

Beim folgenden rastenden, sich putzenden Graureiher war die Entfernung wesentlich geringer. Somit konnte auch ein Film etwas besserer Qualität entstehen.

Ich sollte noch lernen, die Wasserlinie waagerecht abzubilden…

November 28, 2011 · Totontli · No Comments
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Frühlingsgefühle im Herbst

Am relativ warmen 17. November 2011 (ca. 10°C) am Flaucher in München wurde es den Stockenten nochmal so richtig heiß…

Außerdem waren am Flaucher auch wieder die beiden bekannten Rothalsgänse zu sehen. Als weitere Besonderheit konnte ich eine Nebelkrähe inmitten vieler Rabenkrähen ausmachen.

November 17, 2011 · Totontli · No Comments
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Junge Kohlmeise beim Sonnenbaden

Die Aufarbeitung von altem Material läuft. Anfang Juni 2011: Eine junge Kohlmeise nimmt ein Sonnenbad auf meinem Balkon.

September 4, 2011 · Totontli · No Comments
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Wendehals und Buntspechtkampf auf dem Friedhof am Perlacher Forst

Der freie und wettermäßig sehr gelungene Nachmittag des 6. April 2011 erlaubte mir eine mehrstündige Exkursion auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München. Und wieder einmal bestätigte sich eine meiner Grundregeln des Vogelbeobachtens: Man wird auf jeder Vogelbeobachtungstour von der Natur stets von etwas überrascht. Einmal ist es eine neue Art, die man noch nie gesehen hat; das andere mal bekommt man ein außergewöhnliches Verhalten zu sehen; wieder ein anderes mal sieht man einen Vogel sehr nah usw. An jenem Nachmittag wurde ich auf dem Friedhof gleich doppelt beeindruckt. Ich konnte zum ersten mal überhaupt einen der Vogelwelt zugehörigen Wendehals sehen (siehe Foto). Menschliche dagegen hatte ich ja schon zuhauf kennengelernt. Zunächst glaubte ich eine Heckenbraunelle zu sehen, die grob von der Farbgebung, beim flüchtigen Hinsehen dem Wendehals ähneln mag. Dann aber war recht schnell klar: das muss ein Wendehals sein. Der Wendehals (Jynx torquilla) ist ein außergewöhnlicher Vogel. Er zählt zwar zu den europäischen Spechten, ist aber im Vergleich zu den anderen Spechtarten wesentlich unscheinbarer bräunlich gefärbt und außerdem ist er der einzige Langstreckenzieher unter den heimischen Spechten; er überwintert südlich der Sahara. Der Wendehals sitzt im Vergleich zum Buntspecht auch „ganz normal“ auf Ästen (siehe Foto), wohingegen der Buntspecht eigentlich nur an Stämmen und Ästen entlangklettert. Dann wäre da noch das spezielle Verhalten des Wendehalses, das ihm auch den Namen gab. In Bedrohungssituationen führt der Wendehals ruckartige Kopfdrehungen aus und stellt dabei auch noch seine Kopffedern auf (Video dazu).

Dann zur zweiten Überraschung: Wie auch bei einem meiner letzten Besuche auf dem Friedhof, wo der Kampf Buntspecht vs. Grünspecht anstand, konnte ich dieses mal aus nächster Nähe zwei Buntspechtmännchen beim Kampf zusehen. Das ganze ging einher mit lautem Gezeter und Geflatter (siehe Foto). Der Besuch des Friedhofs lohnt sich für Spechtfans also überaus. Des weiteren sah ich noch: Blaumeise, Kohlmeise, Amsel, Buchfink, Grünfink, Kleiber; dann viele schön flötende Mönchsgrasmücken, Zilpzalp, Stieglitz, Stare, einen Kernbeißer, Schwanzmeisen, Rotkehlchen, Ringeltauben, die Saatkrähenbrutkolonie, einige Rabenkrähen, Elstern, eine Singdrossel, meine erste Rauchschwalbe dieses Jahr und etliche Wacholderdrosseln, die den oben genannten Wendehals heftig attackierten.

April 9, 2011 · Totontli · No Comments
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Buchfinkenpflege

Ein Buchfinkenmännchen macht sich schön.

Aufgenommen am 06. April 2011 auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München.

April 9, 2011 · Totontli · No Comments
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Grab eines Vogelbeobachters?

Heute gesehen auf dem alten Südfriedhof in München. Anstelle von Blumen prangt ein Vogelhäuschen auf dem Grab.

April 3, 2011 · Totontli · No Comments
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Tafelentenbalz

Am milden Frühlingsvormittag des Faschingsdienstags 2011 konnte ich am Hinterbühler See nicht nur ins Eis einbrechende Höckerschwäne sehen, sondern wurde auch noch Zeuge der recht unterhaltsamen Balz der Tafelenten. Gleich fünf Erpel umkurvten ein Weibchen und machten die witzigsten Posen um Eindruck zu schinden. Manchmal legten die Erpel den Kopf flach auf das Wasser, dann reckten sie wieder die Hälse lang und gaben den Möchtegernschwan. Dabei glubschten sie das Weibchen ununterbrochen an und gaben seltsame, so gar nicht nach Ente klingende Laute ab.
Einen Teil davon habe ich auf Video gebannt (leider ohne die Laute):

Die „Hals auf dem Wasser“-Pose (Klick auf das Bild zum Vergrößern):

Der Erpel links macht den langen Hals, rechts wird geglotzt (Klick auf das Bild zum Vergrößern):

München sucht den Superglubscher (Klick auf das Bild zum Vergrößern):

Das Weibchen hat die ganze Zeit natürlich so getan als ginge sie das nicht viel an. Ab und zu hat sie mal den ein oder anderen Erpel abgeschüttelt, der ihr zu sehr auf’s Gefieder rückte.

März 27, 2011 · Totontli · No Comments
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Höckerschwan bricht ein

Am Faschingsdienstag 2011 konnte ich am Hinterbühler See beobachten wie ein Höckerschwan gemütlich auf der Eisfläche spazierend plötzlich einbrach und kaum mehr in der Lage war sich aus dem „Eisgefängnis“ zu befreien.

Der anstrengende Kampf gegen das Eis:

Ich sah auch noch einen zweiten Schwan in Ufernähe einbrechen und in der Eisfläche verzweifeln. Dieser wurde aber von einem aufmerksamen Mann per Schaufel befreit.

März 26, 2011 · Totontli · One Comment
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Bläßhuhn als Eisbrecher

Im Nymphenburger Schlosspark konnte ich neulich lustige Beobachtungen machen. Die Sonne schien relativ stark; das führte dazu, dass die Eisdecke der zugefrorenen Seen recht dünn wurde. Die Enten und Rallen, die sich auf dem dünnen Eis befanden, brachen also immer wieder ein und saßen dann in einem Wasserloch inmitten einer größeren Eisfläche. Was folgte, war der Versuch wieder auf das Eis hochzusteigen, was natürlich scheiterte, da es dünn und brüchig war. Letztlich mussten sich die Wasservögel also den Weg wie ein Eisbrecher durch das Eis bahnen. Kurz nach dem Einbrechen schaute das bei einem Bläßhuhn so aus:

Februar 24, 2011 · Totontli · No Comments
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Wasseramsel bei der Nahrungssuche

Die Wasseramsel (Cinclus cinclus) ist ein faszinierender Vogel. Wenn man ihr bei der Nahrungssuche zusieht, ist man sich manchmal nicht sicher, ob man ein Amphibium oder wirklich einen Vogel vor sich hat. Gestern konnte ich zwei Wasseramseln im Englischen Garten in München beobachten: eine nördlich vom Föhringer Wehr am Westufer der Isar; die andere Wasseramsel, die auf Foto und im Film dargestellt ist, war hinter dem Seehaus an einem kleinen Bach zugange. Wasseramseln ernähren sich von Wasserinsekten, die sie auf verschiedenen Wegen erbeuten. Ein Weg ist das sogenannte Wasserlugen, d.h. die Wasseramsel steckt einfach mal den Kopf ins Wasser und schaut, ob es was zu fressen gibt. Die andere Methode, und hier wären wir beim Amphibium, ist das Tauchen. Die Wasseramsel hüpft ins Wasser und sucht am Grund nach Insekten. Dabei geht sie am Boden umher und wendet u.a. Steine. Immer wieder taucht sie kurz zum Luftholen auf.

Es folgt das Video, das ich gestern aufnehmen konnte. Die Distanz war nicht gering, von daher empfehle ich, es auf HD-Modus und Vollbildschirmanzeige anzuschauen. Kurze Erklärung: Zunächst sitzt die Wasseramsel auf einem wassernahen Zweig und streckt sich noch einmal ausgiebig (ab 0:04); dann (ab 0:12) kann man noch ein wasseramseltypisches Verhalten sehen: das sogenannte Knicksen, d.h. die Wasseramsel wippt im Fersengelenk. Der Sinn dieses Verhaltens ist noch nicht voll geklärt, es wird aber vermutet, dass es eine kommunikative Funktion erfüllt (ähnlich dem Schwanzwippen der Stelzen). Ab 0:21 erfolgt der erste kurze Tauchgang, auf den kurzes, bereits erwähntes Wasserlugen (ab 0:29) folgt. Schließlich (ab 0:34) kommt ein ausgiebiger Tauchgang, bei dem die Wasseramsel immer wieder kurz an der Oberfläche erscheint. Viel Spaß mit dem Video:

(aufgenommen am 10.02.2011 im Englischen Garten in München)

Wer einen qualitativ hochwertigeren Wasseramselclip mit Ton sehen will, schaut bitte bei Fuchsfilm rein. Viele tolle Wasseramselfilmchen gibt es auch in der Internet Bird Collection.

Februar 11, 2011 · Totontli · 3 Comments
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