Vogelfreundliche Buschhecke

Buschhecke

Der November war Pflanzzeit im Garten. Neben der Abholzung einer potthäßlichen, verkahlten Thujahecke und Ersatz durch eine Hainbuchenhecke, stand auf ca. 10 Metern die Neuanlage einer gemischten Buschhecke an. Bei der Auswahl der Pflanzensorten für die Buschhecke waren die Kriterien „vogelfreundliche Beerensträucher“ und „keine Giftpflanzen“ maßgeblich. Letztendlich wurden es dann die folgenden Strauchsorten: Feuerdorn (Pyracantha Red Column), Sanddorn (Hippophae rhamnoides Leikora), Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris), Eberesche/Vogelbeere (Sorbus aucuparia), Kornelkirsche (Cornus mas), Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis), Schlehdorn (Prunus spinosa) und Schwarzer Holunder (Sambucus nigra). Mit dem Versandhändler pflanzmich.de, bei dem ich die Ware bestellte, war ich zufrieden. Als Pflanzabstand habe ich 40-50 cm gewählt, was mir ehrlich gesagt recht eng vorkam, aber in zahlreichen Gartenforen als ideal angesehen wurde. Ich bin gespannt wie sich die Hecke im Frühjahr entwickelt.

Dezember 12, 2013 · Totontli · One Comment
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Zigarettenkippen in Vogelnestern

Eine Studie der UNAM aus Mexiko-Stadt zeigt, dass die dortigen Hausgimpel und Haussperlinge vermehrt Zigarettenstummel in ihre Nester einbauen. Damit schlagen sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen sind die zellulosebasierten Zigarettenfilter ein gut isolierendes Polstermaterial. Zum anderen – und das ist der Clou an dieser Studie – wirkt das in der Kippe befindliche Nikotin als Abwehrmittel gegen Insekten und Parasiten. Dies ist nicht verwunderlich, denn durch das Nikotin schützt sich auch die Tabakpflanze gegen Schädlinge. Auf DradioWissen kann man hierzu eine fünfminütige Sendung anhören.

Januar 31, 2013 · Totontli · No Comments
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Vogelfütterung – Pro und Contra

Ein bei Vogelbeobachtern und Naturschutzverbänden immer wiederkehrender Diskussionsdauerbrenner ist die Vogelfütterung, speziell die Ganzjahresfütterung. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 20.01.2013 ist ein doppelseitiger Beitrag erschienen, der leider nicht online verfügbar ist, so dass ich dessen Hauptargumente hier zusammenfassen möchte.

Zwei Autoren haben in Form eines Pro- und eines Contra-Artikels zum Thema Stellung genommen. Cord Riechelmann stützt sich hauptsächlich auf das Buch von Peter Berthold und plädiert in seinem Artikel „Und das nicht nur zur Winterzeit“ für die Ganzjahresfütterung. Jörg Albrecht übernimmt den Contrapart und sagt „Schluss mit der Vogelmast“. Hier sind die wichtigsten Standpunkte:

Pro

– Jahrzehntelange Erfahrungen aus Nordamerika und Großbritannien zeigen, dass durch die dort verbreitete Ganzjahresfütterung keine der nachteiligen Effekte auftreten, die von der Gegenseite vorgebracht werden.

– Während der Brutzeit verwenden die Elternvögel nicht – wie oft behauptet – das für die Jungen schädliche Körnerfutter aus dem Futterhaus sondern suchen für den Nachwuchs weiterhin Insekten (durch Studien belegt). Die Bereitstellung des Körnerfutters wird von den Altvögeln für die eigene Ernährung verwendet und gibt ihnen mehr Zeit für die Suche nach Insekten für die Jungen. Die Fehlernährung der Jungen mit Körnerfutter tritt nur auf, wenn es keine Insekten gibt.

– Die Zahl der Insekten ist zurückgegangen, so dass die Altvögel auf die Zufütterung angewiesen sind.

– Das Argument, der Mensch solle nicht in die Natur eingreifen, ist nicht gültig, da der Mensch ja auch stark zum Nachteil der Vogelwelt in die Natur eingreift (z.B. Intensivierung der Landwirtschaft). Somit ist ein Eingreifen des Menschen zugunsten der Vögel nur logisch und nötig.

Contra

– Die letzte Vogelzählung („Stunde der Wintervögel 2013„) ergab, dass sich mittlerweile in jedem Garten 7 Kohlmeisen „drängeln“, ein Effekt der Zufütterung.

– Die Kohlmeise ist eigentlich ein Teilzieher, überwintert jedoch immer nördlicher, aufgrund der Zufütterung.

– Die Zufütterung in Großbritannien zieht einen Teil der eigentlich in Südeuropa überwinternden Mönchsgrasmücken an. Diese „Großbritannien-Mönchsgrasmücken“ entwickeln sich von den anderen Mönchsgrasmücken weg (andere Schnabelform und rundere, für einen längeren Zug ungeeignete Flügel), so dass die Zufütterung wohl zu einer Artenspaltung führt.

– Hygieneprobleme an Futterstellen (z.B. 2009 Trichomonaden bei Grünfinken; 2010 Salmonellose bei Erlenzeisigen; Usutu-Virus bei Amseln). Die letztgenannte Epidemie sei wohl auf eine zu hohe Amseldichte zurückzuführen.

– Der kleinste Vogel Europas, das Wintergoldhähnchen, kein Futterhausgast, schafft es auch im Winter ohne die Zufütterung zu überleben.

– Zufütterung zieht andere Tiere an und steigert die lästige Taubenpopulation in Städten.

– Viel Vogelfutter ist mit dem Samen des nordamerikanische Beifußblättrigen Traubenkrauts (Ambrosia artemisiifolia) versetzt, das sich immer mehr verbreitet und als starkes Allergen wirkt.

Lediglich zum letzten Punkt möchte ich anmerken, dass man als Vogelfütterer das Ambrosia-Problem umgehen kann, indem man auf Qualitätsvogelfutter zurückgreift, das als ambrosiafrei markiert ist. Den Rest der Argumente lasse ich einfach so stehen. Es solle sich jeder selbst eine Meinung zum Thema bilden. Hierzu helfen sicher die Lektüre des Buchs von Herrn Berthold und die einschlägigen Empfehlungen des NABU und des LBV.

Januar 23, 2013 · Totontli · No Comments
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Vogelroboter

Mal was komplett anderes… Nicht schlecht, Herr Specht..äh…Herr Fischer!

August 5, 2011 · Totontli · No Comments
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Grab eines Vogelbeobachters?

Heute gesehen auf dem alten Südfriedhof in München. Anstelle von Blumen prangt ein Vogelhäuschen auf dem Grab.

April 3, 2011 · Totontli · No Comments
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Vogelfütterung auf dem Balkon (Mietrecht)

Als Fan der Ganzjahresfütterung von Vögeln auf dem Balkon einer Mietwohnung in München stellt sich irgendwann die Frage nach der mietrechtlichen Zulässigkeit solch einer Fütterung. Immerhin entsteht erstens Dreck (Kot und Futterreste), der die anderen Mitbewohner belästigen könnte. Zweitens werden durch die Fütterung wildlebende Tiere angezogen, was ja nicht jeder Mitbewohner gutheißen muss.

Zu diesem Thema wurde am 8. Oktober 2010 in der Süddeutschen Zeitung ein Urteil des Landgerichts Berlin (Az. 65 S 540/09) zitiert, wonach das Füttern von Vögeln, auch auf dem Balkon, als „sozialadäquat“ und weit verbreitet anzusehen sei. Die Grenze sei allerdings erreicht, wenn die Verschmutzungen unverhältnismäßig stark sind und gesundheitlich bedenkliche Folgen zu befürchten seien. Besonders die Fütterung von Tauben wird als problematisch angesehen. Aber: „Das Aufstellen eines Vogelhäuschens ist weit verbreitet und kann nicht verboten werden.“

Ich denke, wenn man Rücksicht nimmt und die Futterstelle regelmäßig reinigt, sollte es keine Probleme geben. Eine präventive Maßnahme zur Dreckverhinderung ist das Füttern mit geschälten Sonnenblumkernen (kein Dreck durch Schalen) und die Fütterung per Futtersäule mit Auffangschale.

Oktober 13, 2010 · Totontli · 5 Comments
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Vogelito Jimihendrixensis

Dass Gelbhaubenkakadus gerne zur passenden Musik einen kleinen Tanz aufführen, wurde ja an anderen Stellen bereits berichtet. Tanzen ist ja ganz nett, aber selbst musizieren macht noch viel mehr Spaß. Deshalb greift pickt der Gelbhaubenkakadu auch gerne mal in die Saiten:

Ganz nett der weiße Gitarrist, aber was dagegen ein Schwarm Zebrafinken krachtechnisch vollbringt, das lässt einen baldigen Woodstockauftritt erahnen; allerdings vermutlich ohne Gitarreanzünden.

Jimi Zebrix´ Soloauftritt ab 0:45. Wer mehr zu dieser Art Kunst wissen will, hier entlang bitte.

(via)

Februar 5, 2010 · Totontli · No Comments
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Der Kormoran – Vogel des Jahres 2010

Der Kormoran löst im nächsten Jahr den Eisvogel als Vogel des Jahres ab, denn der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Laut Bayrischem Rundfunk stieß die Wahl bei Fischereiverbänden und der bayerischen Staatsregierung auf Kritik. Landwirtschaftsminister Brunner nannte die Wahl „nicht nachvollziehbar“. Der Kormoran sei nicht gefährdet, bedrohe aber seinerseits Fischarten.

Wobei „stieß auf Kritik“ etwas milde formuliert ist, manches Fischereiverbandsmitglied tobt:

Oktober 9, 2009 · Totontli · No Comments
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Nistkasten Wolfgang S.

Manch einer sieht ja momentan an dieser und jener Stelle den Überwachungsstaat heraufziehen und versucht dagegen zu opponieren. Jedoch ist bei den Bestrebungen unser Land sicherer zu machen bislang ein wesentlicher Aspekt übersehen worden: Die Brutsicherheit im ornithologischen Bereich.

Zum Glück bietet uns Dennis Clasen nun eine Lösung für die allzu lange ignorierten Mißstände an. Die Nisthilfe „Wolfgang S.“ ist da! Handgefertigt und bei Manufactum ab Juni 2009 für 59 Euro erhältlich.

Endlich: „Gefühlte Sicherheit und Privatsphäre für unsere Singvögel!“

Dabei schlägt der Käufer des Nistkastens zwei Vögel Fliegen mit einer Klappe:

1. Das kamerahafte Design der Nisthilfe gewährleistet die Abschreckung unliebsamer Gäste wie Einbrecher, Al-Kaida und 1.Mai-Mobs.

2. Die erhöhte gefühlte Sicherheit für das nistende Vogelpaar führt zu einem garantierten Bruterfolg.

Welche Vögel werden sich wohl im Nistkasten „Wolfgang S.“ einfinden? Ich rechne mit brütenden Stasen, Zensigen, Stielauglitzen, Bespitzmeisen und Schnüffdrosseln.

(via)

Mai 11, 2009 · Totontli · No Comments
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Noch ein Tänzer

Weiße Kakadus scheinen talentierte Tänzer zu sein. Nach Ray Charles jetzt die Backstreet Boys (Danke Funkroboter!). Here we go:

April 19, 2009 · Totontli · One Comment
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