Mai-Randale im Garten

Letztes Jahr im Oktober hatte ich spekuliert, ob die an jenem warmen Herbsttag so nistkastenbegeisterten Feldsperlinge im Frühjahr dann auch dort brüten werden. Passend zu diesen Überlegungen trug sich dieses Jahr seit Mitte April ein unterhaltsames Täglich-grüßt-das-Murmeltier-Happening im Garten zu. Dies lief folgendermaßen ab: Ein brutwilliges Feldsperlingspaar flattert motiviert um den Nistkasten herum, setzt sich auf dessen Dach, abwechselnd wird in den Nistkasten geschaut, immer wieder mal reingekrochen, GV im Baum, Nistmaterial wird eingebracht, …aber dann kommt die Brut- und Nistbremse: in Gestalt eines reviergeilen Buntspechtmännchens. Dieser fliegt das Nistkasteneinflugloch zielstrebig an, klammert sich daran fest, verscheucht so das Feldsperlingspaar und dann gibt es mindestens fünf Minuten Trommelwirbel voll auf die Zwölf des Nistkastens. Klar, wenn ich Buntspecht wäre, würde ich das auch genießen. Nichts geht über einen ordentlich hohlen Resonanzkörper: der Garant für das erfolgreiche Trommelerlebnis. Die Feldsperlinge haben noch ab und an versucht, den Kampf mit dem Buntspecht aufzunehmen, sind ihn kurz angeflogen, aber der Specht braucht nur einmal den langen Schnabel zu schwenken und schon kuschen sie. Der Größenvorteil ist einfach nicht wegzudiskutieren. Ich bin beeindruckt, wie lange es die Feldsperlinge an dem Kasten versucht haben, ihre Brut einzurichten. Wochenlang umlagerten sie den Nistkasten, um immer wieder vom Specht gestört zu werden. Das ist ja ungefähr so als zöge man als Mensch in eine Wohnung, von der man weiß, dass in einem seiner Zimmer die nächsten Monate Arbeiten mit dem Presslufthammer durchgeführt werden. Ist der Nistplatzmarkt für Feldsperlinge im Kreis München echt so ausgetrocknet?

Das beschriebene Schauspiel lief so bis Mitte letzter Woche als sich noch etwas anderes im Garten ereignete, dass die Bruthoffnung der Sperlinge nachhaltig minderte, aber dazu in einem anderen Post später mehr. Der perkussionsorientierte Buntspecht kommt übrigens auch schon mal früh um sechs an den Kasten zum Trommeln. Einen besseren Wecker gibt’s nicht.

Mai 22, 2013 · Totontli · One Comment
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Seidenschwanzwinter

Am 07.03.2013 traf mich das bisherige Gartenbirding-Highlight 2013. Als ich beim Frühstück noch verschlafen aus dem Fenster schaute, sah ich das hier:

Seidenschwanz-Antenne_07_03_2013

Bohemian Waxwing / Seidenschwanz / Ampelis europeo / Jaseur boréal · Bombycilla garrulus

07. März 2013 · Neubiberg / Bayern / Deutschland

Canon PowerShot S95 durch Swarovski ATM 80 HD + Okular 25-50x W · Digiscoping frei Hand · F/2 · 1/1250 sec · ISO 320

Ungefähr 100 Seidenschwänze hatten sich auf Nachbars Antenne und den umliegenden Leitungen niedergelassen. Immer wieder flog der ganze Schwarm kurz auf, drehte ein paar Runden und ließ sich wieder auf der Antenne nieder. Hätte nur noch gefehlt, dass ein Kranich vorbeikommt und sowas hier abzieht. Tatsächlich hatte ich mir ja letzten September gewünscht, dass es im Winter mal Seidenschwänze im Garten zu bewundern geben sollte. Dass das dann noch so prima klappt… Da sage ich: Danke!

Nachdem ich den Schwarm ausgiebig per Spektiv vom Balkon aus beobachtet und fotografiert hatte und den charakteristischen Klingelsound (mp3) der Vögel angehört hatte, war es endlich Zeit (verspätet) zur S-Bahn zu fahren. Doch mit der schnellen Arbeitsaufnahme war es an dem Tag nichts. Kaum auf dem Fahrrad, hörte ich schon wieder das Klingeln. In einer Fichte rasteten die Burschen, putzten sich und legten eine gesellige Pause ein. Also noch einmal heim, Kamera holen, weiter knipsen und … noch eine S-Bahn verpassen.

Seidenschwanz-Fichte_07_03_2013k


Bohemian Waxwing / Seidenschwanz / Ampelis europeo / Jaseur boréal · Bombycilla garrulus

07. März 2013 · Neubiberg / Bayern / Deutschland

Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 250 mm · F/6,3 · 1/1250 sec · ISO 400

Im Winter 2012/13 fand der größte Seidenschwanzeinflug seit 2005 nach Bayern statt. So waren während des Winters im Nymphenburger Schlosspark in München teilweise tausende Seidenschwänze zu beobachten. Und bei der vom LBV veranstalteten Vogelzählung “Stunde der Wintervögel” belegte diese eigentlich sehr selten zu beobachtende Art sogar Platz 20 der häufigsten Vögel. Im Sommer brütet der Seidenschwanz in Nordskandinavien und in der Taiga. In Deutschland ist dieser Vogel ausschließlich im Winter zu sehen.

Weitere Seidenschwanzberichte aus Bayern gibt es bei Hofbauer-Birding und im Flatterland.

März 11, 2013 · Totontli · 2 Comments
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Foto des Tages XI: Die Bergfinken sind da!

Der Bergfink ist mein persönliches, herbstliches Äquivalent zur Mönchsgrasmücke im Frühjahr. Wie die Ankunft und der Gesang der Mönchsgrasmücken im Frühjahr die wärmere Jahreszeit ankündigen, so bedeuten die ersten gesichteten Bergfinken, dass es bald kälter und dunkler werden wird. Dieses Jahr war das bei mir im Garten am 21. Oktober der Fall, als sich zwei Weibchen und ein Männchen auf die Suche nach Futter machten.

Bergfink_21_10_2012


Brambling / Bergfink / Pinzón real / Pinson du Nord · Fringilla montifringilla

21. Oktober 2012 · Neubiberg / Bayern / Deutschland

Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 300 mm · F/6,3 · 1/80 sec · ISO 800

Der Bergfink ist so eine Art Geschwister des bei uns ganzjährig vorkommenden Buchfinks. Den Sommer mit Brut verbringt der Bergfink vor allem in Skandinavien und im Spätherbst/Winter zieht es ihn dann in Richtung Süden nach Zentraleuropa. Dabei kann es manchmal zu invasionsartigen Einfällen kommen: So wurde im Januar 2012 über Millionen Bergfinken aus der Nähe von Tübingen berichtet. Selbst an den Futterstellen können eindrucksvoll große Gruppen dieses Vogel auftreten (Video).

Dezember 2, 2012 · Totontli · One Comment
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Heißgelaufener Immobilienmarkt im Kreis München oder Herbstliche Nistvorbereitungen

Am herrlich warmen 20. Oktober 2012 ging es vor dem nahenden Winter im Garten noch einmal so richtig rund. Etwa zehn Feldsperlinge fanden sich ein und sprachen mit viel Appetit dem Futter zu. Aber besonders viel Energie wurde von einigen dieser aufgedrehten Gesellen und Gesellinnen auf die Beschlagnahmung des Nistkastens verwendet. Fünf Feldsperlinge balgten sich regelrecht, um den Nistkasten in Besitz zu nehmen. Ständiges Geflatter, ruppiges Geschubse, lautstarkes Geschimpfe und immer wieder neue Attacken, wenn sich gerade ein anderer Sperling auf dem Dach des Kastens einfand. Der Rest der Gruppe beobachtete derweil das Schauspiel ganz relaxt von der Dachrinnenkante aus. Man konnte fast meinen, die Zuschauersperlinge schlossen gerade Wetten auf den Ausgang des Kampfes ab. So ging das mit kleinen Pausen den ganzen Tag über bis sich am Abend ein Siegerpärchen herauskristallisiert hatte, das sich schließlich ganz stolz und demonstrativ auf dem Nistkastendach putzte. Auch am darauffolgenden Tag waren die beiden – ich nehme an diesselben – immer wieder auf dem Kasten zu sehen; dieses mal blieben die Attacken der anderen aus. Ob sich dieser ganze Aufwand für die beiden dann wirklich gelohnt hat, wird sich im Frühjahr zeigen. Mal sehen wer sich dann dort zur Brut einfindet.

Oktober 21, 2012 · Totontli · No Comments
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Schwarzstörche über Neubiberg

Manchmal hat man einfach Glück. Ich war am 24.08.12 nicht einmal auf Vogelbeobachtungstour sondern nur im Garten. Plötzlich flog da eine Gruppe von sieben großen Vögeln über mir. Von der Silhouette war klar: Störche oder Kraniche. Das war im diffusen Gegenlicht zunächst nicht leicht auszumachen. Die Vögel waren völlig stumm; das sprach schon einmal gegen die Kraniche, die immer recht geräuschvoll unterwegs sind. Außerdem ist es für den Kranichzug eigentlich auch noch zu früh. Störche also. Nur… sie kamen mir so anders vor als die gewohnten Weißstörche. Schnell ins Wohnzimmer gehechtet und das Fernglas gegriffen, dann sah ich es: Das sind Schwarzstörche!

Der Schwarzstorch galt einst bereits als ausgestorben, konnte sich aber inzwischen wieder als heimischer Brutvogel etablieren. In der Wikipedia ist die Rede davon, dass 2005 in Deutschland mindestens 500 bis 530 Paare brüteten, während die Zahl der Brutpaare Anfang der 1970er Jahre noch unter 50 lag. Im Gegensatz zum viel bekannteren Weißstorch, der sich durch auffällige Brut auf Hausdächern, Kaminen und Kränen hervortut, lebt der Schwarzstorch scheu und zurückgezogen im Wald. Deshalb wurde und wird er auch mit dem Beinamen “Waldstorch” versehen. Solch einen Vogel überhaupt zu sehen, ist etwas besonderes. Eine Gruppe von sieben Schwarzstörchen über den eigenen Garten ziehen zu sehen: das vergisst man nie.

Wer sich einen Film über die Schwarzstörche in Deutschland ansehen möchte, dem sei der wunderbare “Im Wald der schwarzen Störche” von Hans-Jürgen Zimmermann empfohlen.

Das Foto stammt nicht vom 24.08.12 aus Neubiberg (für den Griff zur Kamera hat die Zeit leider nicht gereicht) sondern von B.Walker aus der Fotocommunity.

August 25, 2012 · Totontli · No Comments
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Fotos des Tages X: Baumläufer oder Finde den Unterschied!

Es gibt in einschlägigen europäischen Diskussionsforen zur Vogelbeobachtung zwei Verwechslungsevergreens, sprich nah verwandte Vogelarten, die rein äußerlich kaum zu unterscheiden sind. Das eine Verwechslungspärchen bilden Sumpfmeise und Weidenmeise (Nachtrag: Fitis und Zilpzalp gibt’s natürlich auch noch!). Das andere Paar besteht aus den beiden heimischen Baumläufern: Gartenbaumläufer und Waldbaumläufer. Wie bei den genannten Meisen sind auch bei den beiden Baumläufern vor allem die Stimmen bzw. die Gesänge das beste Bestimmungsmerkmal. Diese sind recht leicht zu unterscheiden und können somit der eindeutigen Bestimmung dienen. Wobei ich einmal irgendwo gelesen habe, dass der Gartenbaumläufer wohl auch ab und an den Gesang des Waldbaumläufers imitiert. Als ob es nicht schon schwer genug wäre!

Als wichtigeste optische Unterscheidungsmerkmale für die beiden Baumläufer werden überlicherweise angeführt:
- Schnabel (Garten: eher lang; Wald: eher kurz)
- Hinterzehenkralle (Garten: eher kurz; Wald: eher lang)
- Überaugenstreif (Garten: nicht bis zur Schnabelbasis weiß, eher “verwaschen”; Wald: bis zur Schnabelbasis weiß, scharf begrenzt)
- Körperunterseite (Garten: eher schmutzigweiß; Wald: rein weiß)

Diese Merkmale sind sehr relativ zu sehen und weisen für beide Arten einen nicht geringen Überschneidungsbereich auf. Zu den genannten kommen dann auch noch filigranere Merkmale hinzu wie z.B. bestimmte Flügelmuster und -zeichnungen. Wie sehr man bei diesen Gefiedermerkmalen der Baumläufer ins Detail gehen kann, zeigt eindrucksvoll dieser Artikel in der Zeitschrift Limicola (pdf).

Schlussendlich nun zu meinen Fotos, von denen ich glaube, dass sie die beiden Arten zeigen. Zur Bestimmung hatte ich mich am Gesang orientiert und hoffe, dass ich keinem waldbaumläufersingenden Gartenbaumläufer auf den Leim gegangen bin.

Waldbaumläufer


Waldbaumläufer · 07. Februar 2011 · Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 300 mm · F/5,6 · 1/800 sec · ISO 800 · Friedhof am Perlacher Forst, München

Gartenbaumläufer


Gartenbaumläufer · 08. März 2012 · Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 300 mm · F/5,6 · 1/320 sec · ISO 200 · Flaucher, München

Juli 20, 2012 · Totontli · No Comments
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Foto des Tages VII: Rotmilan im Unterallgäu

Für mich ist er der Schönste der Greifvögel, die man in Deutschland relativ einfach und häufig sehen kann: Der Rotmilan (Milvus milvus). Er ist zum einen relativ farbenfroh. Der Kopf wirkt silbrig, manchmal fast weiß, die Schwanzoberseite ist rötlichbraun, auf der Unterseite der Flügel befinden sich große helle Felder, die mit den dunkel gefärbten, langfingrigen Handschwingen kontrastieren. Zum anderen wirkt der Vogel im Flug durch seine schlanken, langen Flügel ausgesprochen elegant, wozu noch der sich im Flug ständig drehende Schwanz beiträgt. Dieser ist auch tief gekerbt, was dem Rotmilan den Beinamen “Gabelweihe” einbrachte. Das Interessante am Rotmilan im Vergleich zum nah verwandten Schwarzmilan ist seine räumlich wesentlich begrenztere Verbreitung. Während der Schwarzmilan in Europa bis Ostasien, Afrika und Australien vorkommt, findet sich der Rotmilan lediglich in Mittel-, West- und Südwesteuropa. Dabei kommt Deutschland eine besondere Rolle zu, denn hierzulande brüten mit Abstand die meisten Rotmilanpaare weltweit. Ungefähr von Oktober bis Februar überwintern die meisten Rotmilane vor allem auf der iberischen Halbinsel.

Rotmilan_29_04_2012


Red Kite / Rotmilan / Milano real / Milan royal · Milvus milvus

29. April 2012 · Bad Wörishofen / Bayern / Deutschland

Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 300 mm · F/8 · 1/800 sec · ISO 200

Mai 6, 2012 · Totontli · No Comments
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Foto des Tages VI: Das Rotkehlchen

Ich meine, mich zu erinnern, dass das Vögel-Magazin vor ein paar Jahren einmal eine Umfrage zur Wahl des beliebtesten einheimischen Vogels gemacht hat. Gewonnen hatte damals das Rotkehlchen (Erithacus rubecula). Aus meiner Sicht tragen zu diesem Sieg etliche Faktoren bei: Zuerst einmal natürlich die hübsche orange Brustfärbung, dann die großen schwarzen Kulleraugen. Zudem ist das Rotkehlchen verhältnismäßig wenig scheu. Bei mir zu Hause hüpfte einmal ein Rotkehlchen auf der Terrasse herum, saß alsbald schon auf dem Rahmen der geöffneten Terrassentür und lugte neugierig ins Wohnzimmer herein. Sowas ist natürlich durchaus sympathisch. Dann finden viele noch den hübschen Gesang des Rotkehlchens sehr ansprechend; dieser wird meist als silbrig-perlend beschrieben und vom Sänger manchmal bis spät nachts vorgetragen. Schließlich ist das Rotkehlchen noch das ganze Jahr zu beobachten, obwohl es sich vorzugsweise von Insekten und Würmern ernährt. Im Winter wird die Nahrung dann eben umgestellt, was dazu führt, dass das Rotkehlchen auch ein häufiger Gast am Futterhaus ist. Im Winter plustert sich das Rotkehlchen auch gerne sehr auf, so dass es einer flauschigen Kugel mit Schnabel und Augen gleicht. Das erhöht natürlich auch noch einmal den Niedlichkeitsfaktor und damit seine Beliebtheit.

Rotkehlchen_12_02_2012


European Robin / Rotkehlchen / Petirrojo europeo / Rougegorge familier · Erithacus rubecula

12. Februar 2012 · Neubiberg / Bayern / Deutschland

Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 300 mm · F/5,6 · 1/1250 sec · ISO 400

April 26, 2012 · Totontli · No Comments
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Foto des Tages IV: Münchner Mönchsgrasmücken

Damit hier nicht nur Greifvögel und große Wasservögel ferner Länder zum Zuge kommen, gibt’s heute zur Abwechslung mal einen kleinen einheimischen Singvogel. Es ist mein Lieblingsfrühlingsbote, denn wenn sein melodischer, flötender Gesang aus den Büschen dringt, weiß man: jetzt kommen die wärmeren Tage. Es handelt sich um die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla), die ich dieses Jahr am 29. März zum ersten mal im Garten singen hörte. Der Vogel sieht ziemlich unspektakulär aus, recht grau; der einzige Blickfang ist die schwarze Kappe beim Männchen und die braune Kappe beim Weibchen. Da sich nicht so vogelbeobachtungsaffine Zeitgenossen immer wieder mal über den seltsamen Namen “Grasmücke” wundern, sei das hier auch noch erklärt. Das Ganze hat nichts mit einer Mücke zu tun, die im Gras lebt. Das wäre ja auch ziemlicher Quatsch, einen Vogel so einzuordnen und zu benennen. Man setze die geistige Worttrennung besser so an: Gra-Smücke. Das kommt wohl aus einer bereits abgelaufenen Version des deutschen und hieß einmal “gra smuka”, was soviel bedeutet wie “Grauer Schlüpfer”. Wobei mit dem Schlüpfer natürlich nicht die Unterwäsche, sondern eher die Art des sich Bewegens gemeint ist. Denn die grauen Grasmücken schlüpfen gerne durch dichtzweigige Büsche und Hecken. Die folgenden Fotos eines singenden Mönchsgrasmückenmännchens und eines umherschlüpfenden Mönchsgrasmückenweibchens sind schon über ein Jahr alt und entstanden im Friedhof am Perlacher Forst.

Mönchsgrasmücke


Blackcap / Mönchsgrasmücke / Curruca capirotada / Fauvette à tête noire (♂) · Sylvia atricapilla

06. April 2011 · Friedhof am Perlacher Forst / München / Bayern / Deutschland

Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 300 mm · F/5,6 · 1/1600 sec · ISO 400

Mönchsgrasmücke


Blackcap / Mönchsgrasmücke / Curruca capirotada / Fauvette à tête noire (♀) · Sylvia atricapilla

06. April 2011 · Friedhof am Perlacher Forst / München / Bayern / Deutschland

Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 300 mm · F/5,6 · 1/160 sec · ISO 400

April 24, 2012 · Totontli · No Comments
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Samtenten am Starnberger See

Traumwetter am 27.11.2011 am Starnberger See. Strahlender Sonnenschein, 10°C und windstill. Über VIB und ornitho.de wurden Samtenten, Prachttaucher, Sterntaucher und ein Eistaucher gemeldet. Den Letztgenannten konnte ich leider nicht sehen, die anderen jedoch schon. Per Digiskoping konnte ich den folgenden Film von zwei der insgesamt am See zu beobachtenden elf Samtenten drehen. Durch die große Distanz lohnt sich der Klick auf den Film aber nur, wenn man einen großen Bildschirm hat und das Youtube-Video auf HD stellt.

Beim folgenden rastenden, sich putzenden Graureiher war die Entfernung wesentlich geringer. Somit konnte auch ein Film etwas besserer Qualität entstehen.

Ich sollte noch lernen, die Wasserlinie waagerecht abzubilden…

November 28, 2011 · Totontli · No Comments
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