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	<title>Totontli &#187; Datenschutz</title>
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	<description>Gurren und Quorren</description>
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		<title>Petition Adressenhandel</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 21:47:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Totontli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basisdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Nachtrag zu meiner Adressenhandelgeschichte möchte ich noch auf eine Epetition für den Bundestag mit dem Titel &#8220;Datenschutz &#8211; Handel mit Daten&#8221; hinweisen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 1cm;" align="justify">Als Nachtrag zu meiner <a href="http://www.totontli.de/2009/02/27/adressenhandel-bose-gmbh-mail-select-ag-frankfurter-allgemeine-zeitung-faz/">Adressenhandelgeschichte</a> möchte ich noch auf eine Epetition für den Bundestag mit dem Titel <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=2890" target="_blank">&#8220;Datenschutz &#8211; Handel mit Daten&#8221;</a> hinweisen.</p>
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		<title>TNS Infratest, Telefonumfragen, Telefonwerbung</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 19:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Totontli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[
Noch ein Schwank aus dem Bereich persönliche Daten. Letztens klingelte bei mir das Telefon: Am Apparat war TNS Infratest mit der Bitte, mich zum Thema Hörfunk in Bayern befragen zu dürfen. Meine Überraschung über den Anruf („Woher haben die meine Telefonnummer?“) ließ mich den Befrager zügig abwimmeln, ich brachte auch nicht genug Spontaneität auf, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">
<p style="margin-bottom: 0.2cm;" align="justify">Noch ein Schwank aus dem Bereich persönliche Daten. Letztens klingelte bei mir das Telefon: Am Apparat war <a href="http://www.tns-infratest.com" target="_blank">TNS Infratest</a> mit der Bitte, mich zum Thema Hörfunk in Bayern befragen zu dürfen. Meine Überraschung über den Anruf („Woher haben die meine Telefonnummer?“) ließ mich den Befrager zügig abwimmeln, ich brachte auch nicht genug Spontaneität auf, um gleich ein paar Gegenfragen zu lancieren. Wie beim <a href="http://www.totontli.de/?p=11" target="_blank">vorangegangen Problemchen</a> war mir unklar, woher die meine Daten, speziell meine Telefonnummer, hatten. Ich stehe nicht im Telefonbuch und gebe außerhalb des Privatbereichs immer nur meine Handynummer an. Logische Folge: Wieder einen Datenschutzmahnbrief dieser <a href="http://www.schnappmatik.de/TFFFFF/" target="_blank">Form</a> an Infratest rausgeschickt.</p>
<p style="margin-bottom: 0.2cm;" align="justify"><em><strong>Im Antwortbrief von Infratest stand dann in der Rubrik „Herkunft der Telefonnummer“: „Von einem Computer nach Zufallsverfahren erzeugt“.</strong></em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">
<p>Wow, moderne Technik. Also selbst wenn man schon seine Nummer geheim hält, kann einen immer noch General Zufall heimsuchen. Naja, ausreichend Schicksalsergebenheit gegenüber dem Telefonnummerngeneratorgott hätte ich in mir. Solange meine Nummer nicht dem Telefonnummernhandel zugeführt wird &#8230; alles ok.</p>
<p style="margin-bottom: 0.5cm;" align="justify">Aber mein armer  Telefonnummerngeneratorgott wurde gleich von Infratest ausgeknockt, denn sie haben meine Telefonnummer freundlicherweise gleich beim <a href="http://www.adm-ev.de" target="_blank">ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V.</a> eintragen lassen. Ist man beim ADM eingetragen, wird man von den dort registrierten 60 Instituten nicht mehr angerufen. Danke Infratest, das war Service. Mir tut jetzt nur ein bisschen der arme Telefonnummerngeneratorgott leid. Denn sollte er mal meine Nummer generieren, wird sie ihm gleich entrissen und in den</p>
<p style="margin-bottom: 0.5cm;" align="center">T e l e f o n n u m m e r n g e n e r a t o r g o t t m ü l l</p>
<p>geworfen. All die schöne Generatortätigkeit für nix.</p>
<p style="margin-bottom: 0.2cm;" align="justify">Aber warum der ganze Telefonnummernwahn von mir?</p>
<p>Ich habe mal 2 Jahre in Kanada gelebt. Dort klingelte jeden dritten Abend inkl. Wochenende das Telefon: einmal war es <em>Toronto Police Fund Raising</em>, mal war es die Zeitung <em>Toronto Star</em>, mal war es der Kindergarten um die Ecke (auch <em>Fund Raising</em>), mal war es der nette Wählautomat mit kreischendem Tonband etc. etc. Dort wurde mir deutlich klar: Wenn das Telefon zum Werbe-, Bettel- und Umfragenkanal mutiert, kann man es gleich ausstecken und in den Müll schmeissen. Deswegen gilt: Eine kleine Nachfrage zum Datenschutz schadet nicht.</p>
<p style="margin-bottom: 1cm;">Obwohl das Umfrageansinnen von Infratest keine Telefonwerbung war (Umfragen sind eine andere Baustelle), hier trotzdem der Hinweis: Man muss sich Telefonwerbung hierzulande keinesfalls bieten lassen. Gemäß <a href="http://bundesrecht.juris.de/uwg_2004/__7.html" target="_blank">§7</a> des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) stellt ungebetene Telefonwerbung eine unzumutbare Belästigung dar. Es gibt auch massenhaft <a href="http://www.urteilsticker.de/index.php4?z=urteil&amp;id=110" target="_blank">Rechtsprechung</a> zu diesem Thema. Und die <a href="http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/UNIQ123592922924426/link4237A.html" target="_blank">Verbraucherzentralen</a> kümmern sich auch darum.</p>
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		<title>Adressenhandel: Bose GmbH + Mail Select AG + Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ</title>
		<link>http://www.totontli.de/2009/02/27/adressenhandel-bose-gmbh-mail-select-ag-frankfurter-allgemeine-zeitung-faz/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 09:18:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Totontli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Monaten bekam ich von der Bose GmbH eine persönlich an mich adressierte Postkarte zu einem neuen Bose Soundsystem, das man für 90 Tage testen konnte. Ich fand auf der Postkarte auch eine persönliche Kundennummer. Da ich noch nie mit der Bose GmbH geschäftlich Kontakt hatte und auch noch nicht einmal je ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0.2cm;" align="justify">Vor ein paar Monaten bekam ich von der <a href="http://www.bose.de/DE/de/index2.jsp" target="_blank">Bose GmbH</a> eine persönlich an mich adressierte Postkarte zu einem neuen Bose Soundsystem, das man für 90 Tage testen konnte. Ich fand auf der Postkarte auch eine persönliche Kundennummer. Da ich noch nie mit der Bose GmbH geschäftlich Kontakt hatte und auch noch nicht einmal je ein Bose Produkt besessen hatte, wunderte ich mich über diese Postkarte. Ich mache auch nie bei irgendwelchen Gewinnspielen mit Adressangabe mit und ich passe sehr gut auf, wem ich meine Adresse mitteile.</p>
<p style="margin-bottom: 0.2cm;" align="justify">Schließlich rief ich die gratis 0800 Bose Nummer auf der Postkarte an und fragte, woher sie meine Adresse haben. Die Antwort war: &#8220;Das kann ich hier in der Datenbank nicht sehen, aber sie bekommen von uns die Antwort schriftlich. Die Kunden, die das wissen wollen, bekommen das schriftlich.&#8221; (Wieso wurde ich als Kunde bezeichnet, der ich doch gar nicht war?) Dreist fand ich noch die Erklärungsversuche der Hotline-Person: &#8220;Haben sie mal bei einem Kreuzworträtsel oder so mitgemacht?&#8221; Nach dem Anruf hatte ich noch eine Email-Anfrage per Online-Kontaktformular an Bose geschickt, um herauszufinden was das mit der persönlich adressierten Postkarte auf sich hat. Nach Absenden der email schrieb Bose mir auf den Bildschirm (ironischerweise): &#8220;Vielen Dank, dass Sie sich für BOSE entschieden haben. Wir respektieren Ihre Privatsphäre und nutzen Ihre persönlichen Informationen nur, um Ihnen zu antworten.&#8221; (für das Absenden der email per Online-Kontaktformular muss man seine Adresse angeben; schon eine tolle Sache, so Adressen). Ich dachte nach dem Telefonat, das sei alles Abwimmelungs-Blabla gewesen, aber die Bose GmbH hatte ein paar Wochen später tatsächlich reagiert, löblich. Ich bekam nämlich einen Brief der Firma <a href="http://www.mail-select.biz" target="_blank">Mail Select AG</a> aus Hamburg. Die Mail Select AG schrieb mir, dass sie mit der Werbeaktion der Bose GmbH betraut gewesen sei. Und dann der interessante Teil:</p>
<p style="margin-bottom: 0.2cm;" align="justify"><strong><em>&#8220;Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir Ihre Anschrift von der <a href="http://www.faz.net/s/homepage.html" target="_blank">FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung</a> für einen einmaligen Werbeeinsatz der Firma Bose GmbH eingesetzt haben.&#8221;</em></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0.2cm;" align="justify">Ich hatte letztes und vorletztes Jahr zwei Kurzabos der FAZ gehabt, aber ich konnte mich nicht daran erinnern, dass ich der FAZ erlaubt hatte, mit meiner Adresse Geschäfte zu treiben. Also nächster Schritt: Google brachte mich zu einem <a href="http://www.juber.de" target="_blank">Blog</a>, der sich auch mit der <a href="http://www.juber.de/wss/?p=628" target="_blank">Bose-Postkartenthematik befasste</a>. Dort gab´s den <a href="http://www.schnappmatik.de/TFFFFF/" target="_blank">Link</a> zum gut formulierten und recherchierten Musterbrief, paragraphenschwanger mit Bundesdatenschutzgesetz. Das sollte hoffentlich Wirkung tun. Also drei Briefe raus: an die FAZ, an <del datetime="2009-02-26T20:51:18+00:00">Böse</del> Bose, und an die Mail Select AG.</p>
<p style="margin-bottom: 0.2cm;" align="justify">Ein kleines Recherch´chen davor lenkte meine Aufmerksamkeit noch auf den KODEX der FAZ, wo unter Punkt VI &#8211; Datenschutz stand: &#8220;Redaktion und Administration verpflichten sich, die Ihnen vom Nutzer im Zuge der Personalisierung oder des Zahlungsverkehrs zur Verfügung gestellten Informationen ausschließlich zu hausinternen Zwecken zu verwenden. <em>Eine Weitergabe an Dritte wird damit sowohl für gewerbliche als auch für Forschungszwecke ausgeschlossen</em>.&#8221; Ich schrieb also in den Brief an die FAZ: &#8220;Die Frankfurter Allgemeine Zeitung handelt gegen Ihren eigenen KODEX.&#8221; Antwort der FAZ später: &#8220;Die Speicherung und Verwendung Ihrer Daten erfolgte aufgrund ihrer früheren Abos.&#8221; Ich konnte mich nicht erinnern, in Weitergabe meiner Daten an Dritte eingewilligt zu haben. Muss man das immer explizit bei jeder Adressangabe sagen? &#8220;Hallo! Bitte macht mit meinen Daten keinen Adresshandel!&#8221; Sinnvoller wäre es doch, wenn <em>DIE</em> einen fragen müssen: &#8220;Dürfen wir Ihre Adressdaten weitergeben?&#8221; Vielleicht sollte ich an der Stelle nochmal bei der FAZ nachhaken.</p>
<p style="margin-bottom: 0.2cm;" align="justify">Inzwischen ist das alles schon ein paar Monate her&#8230; Gestern schau ich gaghalber mal wieder in den <a href="http://www.faz.net/s/Rub11D82053A9234F23B56715D15DCC317E/Doc~EEF76F7AD18A341B282979DBC971FC0A3~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ-Kodex</a>, und siehe da: PUNKT VI &#8211; Datenschutz ist verschwunden. Dafür hat die FAZ jetzt eine düüücke <a href="http://www.faz.net/s/Rub5230209F833F45D2BF420C1836B71001/Doc~E6BCB940CE6C6442F8B8BAEBEAC392F37~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Datenschutzerklärung</a>. Da steht auch wieder drin: &#8220;Die von Ihnen erhobenen Daten übermitteln wir nicht an Dritte.&#8221; Macht das jetzt einen Unterschied in Ihrem Verhalten, liebe FAZ, ob der Satz in Ihrem Kodex oder in Ihrer Datenschutzerklärung steht? Und wie sieht&#8217;s mit dem Adressendeal mit Mail Select AG und Bose GmbH aus? Geht der weiter?</p>
<p>________________________________________</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nachtrag 1. März 2009:</p>
<p style="margin-bottom: 1cm;" align="justify">Um unerwünschter Werbung per Post, Email, SMS und Telefon vorzubeugen, kann man sich übrigens in die sogenannte <a href="https://www.robinsonliste.de/" target="_blank">Robinsonliste</a> eintragen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nachtrag 12. Mai 2009:</p>
<p style="margin-bottom: 1cm;" align="justify">Inzwischen habe ich kapiert warum solche Adressendeals ohne Einwilligung des Betroffenen möglich sind. Das liegt am sogenannten <a href="http://netzpolitik.org/2009/datenschutz-im-bundestag-ruf-doch-mal-an/" target="_blank">Listenprivileg</a>. Netzpolitik.org macht diesbezüglich momentan <a href="http://netzpolitik.org/2009/datenschutz-ruf-doch-mal-im-bundestag-an/" target="_blank">mobil</a>.</p>
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