Archive for Januar, 2011

Buntspecht spielt im Schnee

Heute gab es noch einmal schöne und noch längere Beobachtungen des Buntspechtweibchens, das sich munter am vereisten Schnee auf meinem Balkon zu schaffen macht. Die Intensität des Schnabeleinsatzes hat in den letzten Tagen deutlich zugenommen.

Januar 29, 2011 · Totontli · No Comments
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Buntspecht räumt Schnee

Immer wieder hat es mich amüsiert, wie ein Buntspechtweibchen auf der beschneiten Brüstung meines Balkons landet und sich dann erst einmal per Schnabelpflug einen Weg bahnt. Heute ist es mir endlich gelungen, das Schauspiel filmisch festzuhalten. Nach der Räumaktion geht’s natürlich zum Futterhaus, Fettkuchen mampfen.

Januar 27, 2011 · Totontli · No Comments
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Kosmos Vogelstimmen DVD

Diese DVD inklusive Begleitbuch bietet dem Hobby-Ornithologen zu einem Preis um 15 Euro 100 Vögel, 100 Stimmen und 100 Filme. Die DVD hat – wie es ja der Titel andeutet – einen Fokus auf Vogelstimmen, wobei die Filme aber auch die rein am Aussehen der Vögel orientierte Artbestimmung schulen kann.

Bemerkenswert an der DVD ist die hohe Qualität der Filmchen zu den einzelnen Vogelarten und die beeindruckend genaue Einstellbarkeit dessen was man sehen und hören will. So lässt sich schon einmal grundsätzlich der Sprecher ein- oder ausblenden; man kann sich also die Erklärung mit anhören oder sich rein auf Stimme und das Aussehen der entsprechenden Vogelart konzentrieren. Dann kann man sich die Artnamen per Untertitel auf deutsch, auf englisch oder „auf wissenschaftlich“ einblenden lassen. Über das Hauptmenü kann man sich die Vogelarten alphabetisch sortieren lassen, sie nach Lebensräumen (Küste, Schilf, Wald…) anwählen oder sich durch die Verwandtschaftsgruppen (Finken, Ammern, Tauben, Spechte…) klicken. Ein besonders gelungenes Feature ist aus meiner Sicht das Folgende: Bei vielen Arten kann man zusätzlich zum Einzelfilm auch die Option „Verwechselbare Arten im kurzen Filmvergleich“ wählen. So lässt sich zum Beispiel Schilfrohrsänger, Teichrohrsänger, Drosselrohrsänger und Sumpfrohrsänger in einem Viererpack-Kurzfilm vergleichend anschauen, dabei bekommt man vom Sprecher die Unterschiede der Vogelstimmen erklärt.

Als einzigen Kritikpunkt kann man die Auswahl einiger der 100 Vogelarten ansehen. Mir ist zum Beispiel nicht klar, warum der Kanarengirlitz auf der DVD dabei ist, aber bei uns so weit verbreitete Arten wie Eichelhäher, Mäusebussard oder Saatkrähe nicht. Bei den Sperlingen sind neben den zu erwartenden Haussperling und Feldsperling auch die in Deutschland seltenen bzw. nicht vorhandenen Schneesperling, Weidensperling und Steinsperling dabei. Dagegen sind bei den Meisen lediglich Kohl- und Blaumeise auf der DVD; hier hätte man sich noch die Tannenmeise, die Sumpf- und die Weidenmeise gewünscht. Aber es ist natürlich auch müßig, diese Diskussion zu führen; jeder Vogelfan wird irgendeine Art vermissen.

Alles in allem ist mit der Kosmos Vogelstimmen DVD eine hervorragende DVD zum Thema heimische Vögel und deren Stimmen gelungen, wobei der interessierte Vogelkundler seine Kenntnisse noch mit dem Begleitbuch vertiefen kann. Dort sind zu jeder der 100 Arten noch einmal kurze Texte abgedruckt und es werden Zusatzinfos zum Thema Vogelstimmen gegeben. Die Kosmos Vogelstimmen DVD ist ihren Preis wert und beschert dem Zuschauer und Hörer 130 Minuten ornithologischen Genuss. Aber um Vogelstimmen richtig zu lernen, hilft letzlich nur eins: Raus in die Natur, Schauen und Hören!

Januar 25, 2011 · Totontli · No Comments
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Zaunkönig auf Nahrungssuche

Aufgenommen am 23.01.2011 im Ostpark von München.

Januar 23, 2011 · Totontli · No Comments
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Vogelbeobachtung in München: Friedhof am Perlacher Forst

Ich möchte hiermit auf ein lohnendes Vogelbeobachtungsgebiet in München hinweisen: Den Friedhof am Perlacher Forst (Google Maps). Der Friedhof lässt sich per öffentlichen Verkehrmitteln bequem über die Endstation der Tramlinie 27 erreichen.

Allgemein sind ja Friedhöfe in Großstädten nicht nur die Stätten für die Toten sondern auch beliebte Zufluchtsorte der (lebenden) Vogelwelt. Aus Zeitmangel habe ich heute diesen meiner Wohnung nah gelegenen Ort zur Beobachtung aufgesucht, anstatt wie üblich (zeitaufwändiger) an die Isar zu gehen, wo es gestern den Eisvogel zu sehen gab. Der Besuch auf dem Friedhof am Perlacher Forst hat sich gelohnt. Innerhalb von knapp 2 Stunden zeigten sich die üblich zu erwartenden: Kohlmeise, Blaumeise, Amsel, Kleiber, Grünfink, Buchfink; weiterhin viele Saat- und Rabenkrähen. Dann gab’s noch das Wintergoldhähnchen, zwei Misteldrosseln, einen vergnügt zwitschernden Stieglitz, einen Eichelhäher, eine Schwanzmeise, drei Kernbeißer und drei Buntspechte. Irgendwo in der Baumkrone rief noch ein Trompetergimpel. Dann habe ich meine ersten zwei Bergfinken in München gesehen. Das Highlight kam gegen Ende der Tour: Ein auf dem Ast sitzender Grünspecht (Männchen) wurde von einem am selben Baum kletternden Buntspecht (Männchen) angegriffen und vehement vertrieben (siehe Foto). Zum Glück hatte ich die Kamera dabei!

Grünspecht - Buntspecht


L: Great Spotted Woodpecker / Buntspecht / Pico picapinos / Pic épeiche · Dendrocopos major

R: (European) Green Woodpecker / Grünspecht / Pito real / Pic vert · Picus viridis

18. Januar 2011 · Friedhof am Perlacher Forst / München / Bayern / Deutschland

Nikon D90 + Nikkor 70-300 mm · 300 mm · F/5,6 · 1/250 sec · ISO 640

Januar 18, 2011 · Totontli · No Comments
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Lautstärkebegrenzung bei MP3-Spielern

Wieder was gelernt nach kurzer Frustphase. Gestern erhielt ich meinen neuen MP3-Spieler. Ich habe einen kleinen, handlichen Spieler gewählt mit dem ich auch Sport machen kann; so fiel die Wahl auf einen Sandisk Sansa Clip+ 8 GB. Ausgepackt, gleich Podcasts draufgeladen und heute morgen auf dem Arbeitsweg getestet. Dann kam der Frust: Selbst bei voll aufgedrehter Lautstärke ist das Ding viel zu leise, so dass man glaubt, einen Hörtest zu machen. In der Münchner S-Bahn – die sehr geräuscharm fährt – konnte ich unter Anstrengung der Podcast-Sendung folgen. Neben einer befahrenen Straße jedoch war nicht mehr an zuhören zu denken.

Also Google angeworfen und schon wird man fündig: Es liegt an der Ländereinstellung. Stellt man das Gerät auf Region „Europa“ dann bekommt man leises Gesäusel. Zur Auswahl stehen noch die Regionen „Rest der Welt“ und „Nord America“ (sic). Hintergrund ist wohl eine von der EU geplante (oder bereits in Kraft getretene?) Lautstärkebegrenzung für MP3-Spieler und Handys in Europa. Viel was ich zu dem Thema finden konnte, stammt von Ende 2009, wo die Absicht der EU solch eine Lautstärkebegrenzung einzuführen, gemeldet wurde. Ein aktueller Artikel von der Irish Times schreibt, dass MP3-Spieler mit einem Limit von 100 Dezibel auf den europäischen Markt kommen.

Sicher ist die Absicht, das Gehör vor allem junger Menschen zu schützen, nicht verwerflich, aber wenn man das Limit so niedrig setzt, dass das Gerät quasi nutzlos wird, dann hat man wohl über das Ziel hinausgeschossen. Zum anderen muss man auch feststellen, dass man so etwas wie den MP3-Beschallungslevel wohl kaum mit Vorschriften regeln kann. Wenn man nach wenigen Minuten Internetrecherche hunderte Seiten mit Workarounds zur Aufhebung des Lautstärkelimits findet, dann bringt diese Regelung eher nicht viel. Da helfen nur Aufklärung und Eigenverantwortung!

Hier noch die Anleitung für die Änderung der Ländereinstellung am Sandisk Sansa Clip+:
Menu ⇒ „Einstellungen“ ⇒ rechte Cursortaste ⇒ „Systemeinstellungen“ ⇒ rechte Cursortaste ⇒ „auf Werkseinstellungen zurücksetzen“ ⇒ rechte Cursortaste ⇒ „Ja“ ⇒ rechte Cursortaste ⇒ „deutsch“ (oder andere Sprache wählen) ⇒ rechte Cursortaste ⇒ „Rest der Welt“ ⇒ rechte Cursortaste.

Januar 13, 2011 · Totontli · 63 Comments
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Reiherentensynchrontauchen

Aufgenommen am 08.01.2011 im Nymphenburger Schlosspark.

Januar 9, 2011 · Totontli · No Comments
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Prachttaucher am Starnberger See

Heute am Dreikönigstag 2011 habe ich noch einmal den südlichen Starnberger See zur Vogelbeobachtung besucht. Ich hatte das Gebiet bereits 2010 an einem brütend heißen Sommertag aufgesucht. Damals war das jedoch wenig erträglich, da viele Badegäste die Vogelbeobachtung annähernd unmöglich machten. Wie auf der Webseite und im Buch von Christoph Moning nachzulesen ist, geht man sowieso besser im Winter in das Gebiet, da dann auch die interessanteren Arten zu sehen sind, zum Beispiel die Seetaucher. Auf der hier angegebenen Karte habe ich die Punkte 6, 7, 8, 9 abgefahren und sehr schöne Beobachtungen machen können. Die besten gelangen mir von Seeseiten, wo drei Prachttaucher unterwegs waren und eine Rohrdommel über mich hinwegflog. Sonst habe ich noch folgende Wasservögel gesehen: Zwergtaucher, Haubentaucher, Kormorane, einen Höckerschwan, einige Stockenten, hunderte Reiherenten, einige Tafelenten, recht viele Schellenten, sieben Gänsesäger, Blässhühner und Lach- und Sturmmöwen.

Auch habe ich weiter mit der Digiskopie gespielt, wobei ich das erste mal einen Film gedreht habe. Noch etwas wackelig, aber ich gelobe Besserung. Leider war auch die Distanz sehr groß, so dass trotz 50-facher Vergrößerung die Prachttaucher nur sehr klein im Bild erscheinen.

Januar 6, 2011 · Totontli · No Comments
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Im Wald der schwarzen Störche & Die Jagd nach dem fliegenden Diamanten (Hans-Jürgen Zimmermann)

Zu Weihnachten habe ich mir die beiden DVDs „Im Wald der schwarzen Störche“ und „Die Jagd nach dem fliegenden Diamanten“ gegönnt und sogleich angeschaut. Hans-Jürgen Zimmermann sind hier sehr hübsche Portraits zweier heimischer aber seltener Vogelarten gelungen: des Schwarzstorchs und des Eisvogels. Im Eisvogelfilm wird das Leben der Eisvögel von einer sehr persönlichen Perspektive des Autors erzählt, da er bereits von Kindesbeinen an von diesem Vogel fasziniert war und diese Begeisterung nun mit diesem Film krönen wollte. Im 45-minütigen Film wird liebevoll das Leben der kleinen blauen Fischer während eines Jahrs dargestellt, dabei sind Herrn Zimmermann einige wundervolle Aufnahmen des fliegenden, leuchtenden Diamanten gelungen. Den etwas längeren Film (52 min) über die schwarzen Störche sollten sich vor allem diejenigen ansehen, die inmitten allen Artensterbens auch einmal an einer positiven Entwicklung teilhaben wollen. Der Schwarzstorch ist nämlich nach Jahren des Rückgangs in den deutschen Wäldern wieder im Kommen. Auch hier hat Zimmermann sehr schöne Bilder dieses scheuen Waldvogels aufgenommen und ihr Brutjahr begleitet. Vor allem der Ausflug der Jungvögel aus dem Nest wird sehr schön erzählt.

Die beiden Filme sind von Natur- und Tierfilm produziert und können auch von dort versandkostenfrei bezogen werden. Ich habe leider den Fehler gemacht und die Filme überteuert (je 23 Euro) bei Amazon bestellt, anstatt direkt bei Natur- und Tierfilm zu ordern.

Januar 1, 2011 · Totontli · No Comments
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