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Silvio Gesell 1918
Silvio Gesell (*1877 †1962), deutsch-argentinischer Kaufmann, Finanztheoretiker, Sozialreformer und Begründer der Freiwirtschaftslehre
äußerte sich 1918 am Ende des ersten Weltkriegs wie folgt:
“Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: Nie wieder Krieg, entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muß ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es heute schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen. Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch ein Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift lesen können: ‘Arbeitsuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen’. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden… Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein.”
Ein Lehrstück für bestechende Prognosen (1918 + 25 = 1943). Hier gibt es noch mehr Informationen zu Silvio Gesell; und hier kann man sich die Gesammelten Werke Gesells kaufen.
13. Mar 2009
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Totontli ·
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Posted in: NON-BIRD

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