Die Zahl zur Krise (1)
Geld wurde ursprünglich erfunden, um Warenverkehr zu vereinfachen. Wenn der Bauer im Zeitalter des Naturalientausches einst zum Barbier ging und einen Haarschnitt wollte, stellte sich die Frage: Was willst du, verehrter Barbier, für den Haarschnitt? Ein Pfund Kartoffeln? Ein Ferkel? Einen Schock Eier? Was passierte, wenn der Barbier gerade seinen Vorratsspeicher voll hatte? Warum sollte er dann weitere verderbliche Waren entgegennehmen? Und ein Schwein konnte der Barbier auch nicht halten, denn er wohnte in einer kleinen Wohnung mit dem Barbiergeschäft nebenan. Vielleicht kam dann der neue Haarschnitt gar nicht zustande.
Also wurde Geld erfunden, um ein universelles Zahlungsmittel zur Bewertung und Bezahlung aller Waren und Dienstleistungen zu haben. Das ist doch heute auch noch so! Geld dient doch immer noch zur Ermöglichung von Warenaustausch!? Jein, teilweise, oder besser: teilchenweise. Denn nur ein sehr geringer Teil des heutigen „Geldes“ dient noch zur Realisierung des Waren- und Dienstleistungsverkehrs.
Dazu die folgende Zahl:
Nur 0,5 % des pro Tag global umlaufenden Geldes wird im Weltwarenverkehr eingesetzt.
Dies sind 26 Milliarden US-Dollar pro Tag. Dagegen macht der Weltwährungshandel, also die globale Wechselstube, 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag aus (Faktor 73). Und der Derivatehandel liegt bei sage und schreibe 3,9 Billionen US-Dollar pro Tag (Faktor 150). Dies zeigt, dass unser heutiges Geld zu 99,5 % nicht mehr in seinem ursprünglichen nutzbringenden Zweck eingesetzt wird, sondern sich in Form einer Blase in virtuelle Regionen verabschiedet hat. Und dies mit weitreichenden, negativen Konsequenzen, wenn dieser Blase die Luft ausgeht, wie momentan zu beobachten.
Quelle der Zahlen: Vortragsvideo von Andreas Clauss, Vortrag vom 21.02.2009
4. Mar 2009
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Totontli ·
One Comment
Posted in: NON-BIRD

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One Response
und ich hab den sound zur krise … autsch!!
(Link)
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